Moralische Bigotterie – Sozialdemokratie – Tick -Tack

Bigott wurde im 18. Jahrhundert aus dem gleichbedeutenden französischem bigot entlehnt, dessen Herkunft jedoch umstritten ist. Eine Vermutung ist, dass es vom altenglischen bi god („bei Gott“), einer alten englischen Schwurformel abgeleitet wurde. Ebenso ist eine Entlehnung aus dem span. (hombre de) bigote, übersetzt „(Mann mit) Knebelbart“, möglich. Die moderne Bedeutung wäre dann von einem ernsten und finsteren Gesichtsausdruck übertragen, den ein Knebelbart bewirke. Bigotterie, im 17. Jahrhundert abgeleitet vom französischen bigoterie, steht für abgöttische Frömmigkeit und Scheinheiligkeit.

Als Scheinheiligkeit wird auch Heuchelei (auch „Pharisäertum“) oder Doppelmoral bezeichnet, wenn Menschen zum Beispiel vordergründig eine hohe Moral vorgeben, tatsächlich aber im Widerspruch dazu niedrige moralische Standards praktizieren, oder wenn sie Lippenbekenntnisse ablegen, tatsächlich aber anderer Meinung sind. Der Duden bezeichnet scheinheilig als „Aufrichtigkeit, Nichtwissen od. Freundlichkeit vortäuschend; heuchlerisch“. Bigotterie (französisch bigoterie) oder Scheinheiligkeit

Sozialistengesetz ist die Kurzbezeichnung für das Gesetz gegen die gemeingefährlichen Bestrebungen der Sozialdemokratie, das von 1878 bis 1890 im Deutschen Reich galt und während dieser Zeit mehrfach verlängert wurde

Worauf die revolutionäre (Räte Republikaner) SPD stolz ist – ist unverständlich! Sozialisten (national, wie international) ist es gelungen in 180 Jahren die Weimarer Republik, III. Reich, DDR und Westdeutschland – besonders in NRW, Berlin und Bremen – in den Sand zu setzen. Kommunismus, Sozialismus und Islamismus sind ..„Ismen“ die grundsätzlich von Verfolgung, Ausgrenzung, Gewalt gegen Menschen, bis hin zu Tötungen und Massenmord getragen werden!

Sozialfaschismus1924 

Die These wurde erstmals im Zuge eines Linksschwenks der Kommunistischen Internationale (Komintern) Anfang 1924 von Sinowjew propagiert, im September 1924 folgte ihm Josef Stalin und bezeichnete die Sozialdemokratie und den Faschismus als „Zwillingsbrüder“:[3] Stalin: Zur internationalen Lage; Werke, Band 6; S. 251–269, hier S. 253.

Bisweilen wird gesagt, man müsse die Alten achten, da sie schon länger lebten als die Jungen, mehr wüssten und besser beraten könnten. Ich muss sagen, Genossen, dass diese Ansicht völlig falsch ist. Nicht jeden Alten muss man achten, und nicht jede Erfahrung ist für uns wichtig. Was das für eine Erfahrung ist – das ist der springende Punkt. Die deutsche Sozialdemokratie hat ihre Kader, sehr erfahrene Kader: Scheidemann, Noske, Wels und andere, Kader, die in höchstem Maße erfahren, die auf den Kampf eingefuchst sind…

Aber auf den Kampf gegen was? Auf den Kampf gegen wen?

Was das für eine Erfahrung ist – das
ist der springende Punkt. Dort haben sich die Kader im Kampf gegen das Revolutionäre, im Kampf nicht für die Diktatur des Proletariats, sondern gegen die Diktatur des Proletariats herausgebildet. Das ist eine riesige Erfahrung, aber diese Erfahrung ist eine negative Erfahrung. Diese Erfahrung zu zerschlagen, Genossen, sie zu zerstören und solche Alten zu verjagen, dazu ist die Jugend verpflichtet. Dort, in der deutschen Sozialdemokratie, wo die
Jugend frei ist von der Erfahrung des Kampfes gegen das Revolutionäre, dort ist diese Jugend dem revolutionären Geist oder dem Marxismus näher als die alten Kader, die mit der Erfahrung des Kampfes gegen den revolutionären Geist des Proletariats belastet sind, die mit der Erfahrung des Kampfes für den Opportunismus, gegen den Revolutionismus belastet sind.
Solche Kader muss man zerschlagen, und alle unsere Sympathien müssen auf der Seite jener Jugend sein, die, wie gesagt, von dieser Erfahrung des Kampfes gegen das Revolutionäre frei ist und die sich infolgedessen um so leichter die neuen Mittel und neuen Methoden des Kampfes für die Diktatur des Proletariats, gegen den Opportunismus, zu eigen macht.

Dort, in Deutschland, ist mir diese Fragestellung verständlich. Wenn Trotzki von der Sozialdemokratie Deutschlands und von den Kadern einer solchen Partei gesprochen hätte, so würde ich seine Erklärung mit beiden Händen unterschreiben. Bei uns aber handelt es sich doch um eine andere Partei – um eine kommunistische Partei, um die Partei der Bolschewiki, deren Kader im Kampf gegen den Opportunismus entstanden sind, die im Kampf gegen den
Opportunismus erstarkten, die wuchsen und die Macht erkämpften im Kampf gegen den Imperialismus, im Kampf gegen jederlei opportunistische Trabanten des Imperialismus. Ist es etwa nicht klar, dass wir es hier mit einem prinzipiellen Unterschied zu tun haben? Wie kann man Kader, die im Kampf für das Revolutionäre aufgewachsen sind, Kader, die den Kampf für das Revolutionäre geführt haben, Kader, die im Kampf gegen den Imperialismus zur
Macht gekommen sind, Kader, die die Grundfesten des Weltimperialismus erschüttern, wie kann man diese Kader, wenn man offen, ohne Falsch spricht – wie kann man diese Kader auf eine Stufe stellen mit solchen Kadern, wie sie die deutsche Sozialdemokratie besitzt, die früher mit Wilhelm gegen die Arbeiterklasse gemeinsame Sache machte und heute mit Seeckt gemeinsame Sache macht, die im Kampf gegen den revolutionären Geist des Proletariats erstarkte und sich herausbildete – wie kann man diese prinzipiell verschiedenartigen Kader auf eine Stufe stellen, wie kann man sie durcheinanderbringen? Ist es denn schwer zu verstehen, dass zwischen diesen Kadern ein unüberbrückbarer Abgrund liegt? Ist es denn schwer zu verstehen, dass diese grobe Fälschung, diese grobe Verdrehung, die Trotzki beging, darauf berechnet ist, die Autorität unserer revolutionären Kader, des Kerns unserer Partei, zu untergraben? Ist es denn nicht klar, dass diese Fälschung nur die Leidenschaften entfachen und den innerparteilichen Kampf verschärfen konnte?

Mit Verweis auf Nietzsche: Der Sozialismus in Hinsicht auf seine Mittel. – Der Sozialismus ist der phantastische jüngere Bruder des fast abgelebten Despotismus, den er beerben will; seine Bestrebungen sind also im tiefsten Verstande reaktionär. Denn er begehrt eine Fülle der Staatsgewalt, wie sie nur je der Despotismus gehabt hat, ja er überbietet alles Vergangene dadurch, daß er die förmliche Vernichtung des Individuums anstrebt: als welches ihm wie ein unberechtigter Luxus der Natur vorkommt und durch ihn in ein zweckmäßiges Organ des Gemeinwesens umgebessert werden soll. Das merkelsche Nudging (Umerziehung) wird getragen von SPD und grüner „Antideutscher Ideologie“.

Das rot-grüne Sektentum spaltet unsere Gesellschaft 

Die Antideutsche Ideologie: Vom Antifaschismus zum Krisenimperialismus: Kritik des neuesten linksdeutschen Sektenwesens in seinen theoretischen Propheten. Die Antideutschen beschäftigen sich nicht mit den wichtigen Problemfeldern unserer Gesellschaft, sondern hängen einem zu Zeiten der Globalisierung obsolet gewordenen Nationenbegriff an. Weiterhin gelingt es ihnen nicht geschichtliche Ereignisse in ihrem historischen Rahmen zu sehen, sondern diese existieren quasi dauernd simultan im Hier und Jetzt.

Seit dem Durchbruch einer vergleichsweise neurosefreien Form des Patriotismus im Verlauf des Sommermärchens 2006 kämpfen die Antideutschen gegen jede Form schwarz-rot-goldener Folklore. Sie rupfen Banner von Autos, klauen Fahnen von Häusern, ziehen angetrunkenen Fans gern auch mal Schal oder Mütze ab. In bester deutscher Tradition haben sie auch ein Punktesystem entwickelt, das allen Aktivisten erklärt, wie viel ihre jeweiligen Aktionen auf dem Gesinnungskonto bringen. „Patriotismus? Nein Danke!“ Antideutsche erklären dem Patriotismus den Krieg

Ausleuchtung ist Ausbeutung

Kaum ein anderes Schlagwort beherrscht heute den öffentlichen Diskurs so sehr wie die Transparenz. Sie wird vor allem im Zusammenhang mit der Informationsfreiheit emphatisch beschworen.

Wer aber die Transparenz allein auf moralischer Ebene thematisiert und sie etwa auf Fragen der Korruption reduziert, verkennt ihre Tragweite.

Die Transparenz ist ein systemischer Zwang, der die gesamten gesellschaftlichen Prozesse erfasst und sie einer gravierenden Veränderung unterwirft.

Das gesellschaftliche System setzt heute all seine Prozesse einem Transparenzzwang aus, um sie zu operationalisieren und zu beschleunigen.

Der Imperativ der Transparenz macht uns außerdem zu Sklaven der Sichtbarkeit.

Die Transparenzgesellschaft ist eine pornografische, ausgestellte Gesellschaft. Sie manifestiert sich gleichzeitig als eine Kontrollgesellschaft. Das Internet als Raum der Freiheit erweist sich als ein digitales Panoptikum. Byung-Chul Han Transparenzgesellschaft Fröhliche Wissenschaft

Hölderin

Zu lang, zu lang schon treten die Sterblichen

Sich gern aufs Haupt, und zanken um Herrschaft sich,

Den Nachbar fürchtend, und es hat auf

Eigenem Boden der Mann nicht Segen.

Und unstät wehn und irren, dem Chaos gleich,

Dem gärenden Geschlechte die Wünsche noch

Umher und wild ist und verzagt und Kalt von

Sorgen das Leben der Armen immer.

Komm du nun, der heiligen Musen all,

Und der Gestirne Liebling, verjüngender

Ersehnter Friede, komm und gib ein

Bleiben im Leben, ein Herz uns wieder.

Unschuldiger! sind klüger die Kinder doch

Beinahe, denn wir Alten; es irrt der Zwist

Den Guten nicht den Sinn, und klar und

Freudig ist ihnen ihr Auge blieben.

Und wie mit andern Schauenden lächelnd ernst

Der Richter auf der Jünglinge Rennbahn sieht,

Wo glühender die Kämpfenden die

Wagen in stäubende Wolken treiben,

So steht und lächelt Helios über uns

Und einsam ist der Göttliche, Frohe nie,

Denn ewig wohnen sie, des Aethers

Blühende Sterne, die Heiligfreien.

Friedrich HÖLDERLIN

Krieg als Resultat der Zivilisation

Diese Theorie stellt fest, dass die Mehrzahl aller Kriege durch die Zivilisation (Vgl. HAAS 1999, S. 14) entstanden. Mit Zivilisation ist das Leben in Ansiedlungen und Städten gemeint. TAYLOR (Vgl. TAYLOR 2009, S. 280) wendet ein, dass es in frühgeschichtlicher Zeit Völker gab, wie beispielsweise die Kreto-Minoer auf der griechischen Insel Kreta oder Bewohner von Catalhöyük in der heutigen Türkei, die eindeutig zivilisiert waren, in Städten wohnten und ein großes funktionierendes Gemeinwesen hatten, aber dennoch sehr friedlich waren. Andererseits stimmt es schon, dass die meisten urgeschichtlichen Menschengruppen gering an der Zahl und friedlicher waren als die meisten patristisch orientierten Hochzivilisationen mit großen Städten, ausgeklügelten Bewässerungssystemen und professionellem Heer. ROUSSEAU war der Auffassung, dass der Mensch sich von der Natur entfremde, wenn er in großen Metropolen lebt. Der Mensch sei schließlich keine Ameise.

Krieg durch menschliches Gehirn

Van der DENNEN ( 1995) vertritt die Auffassung, dass im Gegensatz zum Tierreich das groß entwickelte Gehirn des Menschen dafür verantwortlich ist, dass es eine permanente Option zu kriegerischen Auseinandersetzungen gibt. Van der DENNEN fragt sich, ob es nicht einleuchtend sei, die starke Gewaltanwendung nicht mit dem Tierischen, sondern mit dem menschlichen Gehirn in Verbindung zu bringen, das heißt, mit dem groß ausgebildeten Neokortex, der sich über das Reptiliengehirn und das limbische System später entwickelt hat (Vgl. Van der DENNEN, 2001, S.2 ).

Krieg als Ersatz für Jagd

LENSKI ( 1977 ) stellt die These auf, der Krieg sei erst dann im Massenmaßstab entstanden, als die Männer vom Jäger- und Sammler-Leben zum Ackerbau und Gartenanbau über gegangen sind. Nun hatten die Männer selten Gelegenheit zur Jagd. Der Krieg bot ihnen nun eine Möglichkeit, ihren Mut und ihr Jagdfieber auszuleben.

Krieg durch Planungsfähigkeit

Ken WILBER ( 1996 ) weist darauf hin, dass es die menschliche Fähigkeit des Planens ist, durch die spontane Aggression in lang vorbereitete Kriegshandlung mündet. WILBER ist der Auffassung, dass genetisch an sich eigentlich eine Friedfertigkeit des Menschen vorhanden ist. Erst durch das Planen von Waffenschmieden, Kriegsstrategien und militärischer und politischer Taktik entsteht das spezifische, krankhafte, unmäßige Aggressionspotential, wie man es nur vom Menschen kennt.

Krieg aus Habgier und Machtgelüsten

TAYLOR (Vgl. 2009, S. 283 ff.) führt die Kriegslust der Menschheit unter anderem auf zwei Hauptgründe zurück:

Erstens wurden und werden Kriege geführt, um anderen Völkern ihr Land sowie Hab und Gut zu rauben, durch Eroberung, Plünderung und Besatzung.

Zweitens wurden und werden Kriege geführt, um die Feinde zu besiegen, zu bezwingen und sie zu beherrschen, durch Gefangenschaft und Versklavung. Oftmals eroberten Herrscher Nachbarvölker aus reiner Machtgier, selbst wenn sie bereits wohlhabend genug waren. Bestimmte Kolonialmächte zum Beispiel begannen aus Prestigegründen die Erde zu entdecken, um fremde Kontinente und Inseln zu erobern, weil es gerade Mode war und weil die Entwicklung der Seefahrt, der Bau von seetüchtigen Schiffen technisch möglich geworden war. ROSTOW ( 1967 ) zeigt auf, wie die Weltpolitik von 1500 bis 1900 von einem nationalistischen Wettstreit geprägt war und die Eroberung von Kolonien als Symbol für Status und Macht auf der politischen Bühne angesehen wurde.

Krieg aus Mangel an Empathie

Empathie ist die Fähigkeit, sich in die Lage anderer Menschen oder Lebewesen einzufühlen. Wenn wir das Streben nach Macht, Besitz und Prestige mit einem Mangel an Empathie zusammendenken, dann wird uns die skrupellose Kriegslüsternheit der Menschheit vielleicht etwas einsichtiger. TAYLOR denkt sich eine Ego-Explosion vor rund 6000 Jahren durch Desertifikation in den von DeMEO als SAHARASIA ( Vgl. DeMEO 1998 ) bezeichneten Regionen der Erde. Die Ego-Explosion bedeutet einen Verlust an Altruismus, Sozialität und Empathie und eine Zunahme an Egoismus, Individualismus und Machtgier. Diese Ego-Explosion war verantwortlich für die Zunahme von Kriegshandlungen. Es entstand die Unfähigkeit, sich in das Leid anderer hinein zu versetzen. Deshalb gab es keine Hemmungen mehr, Frauen und Kinder zu töten, Dörfer zu verwüsten und Städte dem Erdboden gleich zu machen. Die Gier nach Macht und Reichtum, nach Herrschertum und Unterwerfung befähigte die Sieger die Besiegten zu vergewaltigen, zu foltern und zu versklaven. André GLUCKSMANN (1978 ) hat darauf aufmerksam gemacht, dass der Begriff “Territorium” die Region meint, in der ein Herrscher seinen “Terror” ausüben kann, also Angst und Schrecken verbreitet.

Krieg aus Langeweile

Eine zunächst unglaubwürdig klingende Theorie führt den Krieg auf die Langeweile der Männer zurück. Durch die Entwicklung eines gesteigerten Egoismus und durch das Patriarchat entfremdeten sich die Menschen immer mehr von der Natur und der glücklichen Weltverbundenheit der Urvölker. Es entstand eine innere Leere und Langeweile und eine Abtrennung von der Wirklichkeit. Vielleicht war das Kriegswesen der Versuch, die Langeweile und das Gefühl der Entfremdung vom wirklichen Sein zu überspielen. Das Kriegshandwerk und die kriegerische Auseinandersetzung diente der Überwindung von Langeweile und Sinnleere der männlichen Lebensentwürfe. Heldentum verhalf den Männern dazu, sich wichtig zu fühlen. PASCAL schrieb schon vor 350 Jahren: “ Die Männer haben nur ein einziges Bestreben: sich vom Nachdenken über das, was sie sind, abzulenken…Aus diesem Grunde finden sie solche Gefallen an der Jagd, weiblicher Gesellschaft , an Krieg und hohen Ämtern” (PASCAL 1966, S.67).

Krieg durch Gemeinschaftserlebnis

PARTRIDGE ( 1919 ) weist darauf hin, dass der Krieg oft ein rauschhaftes Gefühl der Gemeinsamkeit, ein Gefühl, Teil einer großen Gruppe zu sein und mit diesem größeren Ganzen zu verschmelzen. Die Isolierung und Vereinzelung des Individuums wird in einer massenpsychologischen Hysterie anonym für kurze Zeit vergessen. “Du bist nichts, Dein Volk ist alles!” Dieses rauschhafte Gefühl, in der Horde anderer Mitmenschen eine kollektive Identität zu gewinnen, mächtig zu sein, entsteht auch bei Demonstrationen, bei Fußball-Zuschauern und militärischen Massenaufmärschen (Vgl. Ortega y GASSET 1956). Es entstehen in der Kriegsbegeisterung auch Emotionen der Verschmelzung wie auf Kirchentagen, in der Liebe zwischen zwei Menschen und beim Kunstgenuss, zum Beispiel im Theater oder in der Musik-Konzert-Halle.

Krieg durch Sexualunterdrückung

Wilhelm REICH (Vgl. “Die Funktion des Orgasmus”, 1927; “Charakteranalyse”, 1933; “Massenpsychologie des Faschismus”, 1933 ) zufolge speisen sich Lustmord und Kriegslust aus unterdrückter Liebes- und Sexualenergie. Wenn ein gesundes Geschlechtsleben mit regelmäßiger Spannungsabfuhr im Orgasmus, besonders beim Manne, durch negative Sexualmoral nicht gewährleistet sei, bauen sich im Inneren des unterdrückten Menschen bio-energetische Spannungen wie Frustrationen und rebellische Impulse und Hass auf die Gesellschaft auf. Durch lebenslange Unterdrückung der Sexualität des Menschen von klein auf in patristischen Gesellschaften werden sekundäre Partialtriebe wie sadistische und destruktive Tendenzen maßlos verstärkt und suchen nach einem Ventil. Der Krieg bietet mannigfaltige Gelegenheiten zum Foltern, Vergewaltigen, Plündern und Töten. PRESCOTT ( Vgl. 1974, 1975 ) arbeitete kulturanthropologisches Datenmaterial über 400 Naturvölker auf und erkannte dabei auf Zusammenhänge zwischen sexueller Freizügigkeit und Gewaltpotential. PRESCOTT entdeckte, dass Kulturen, in denen Säuglinge lange gestillt, Kinder liebevoll behandelt und Jugendlichen freizügige voreheliche Sexualität gewährt wurde, außerordentlich friedfertig waren. Falls diese Gesellschaften selten einmal Krieg führten, dann verjagten oder töteten sie ihre Gegner im Kampf. Quälereien und Folterungen von gefangenen Feinden waren unbekannt. Im Gegensatz zu den patristisch verfassten Kulturen, in denen Kinder einen Mangel an körperlicher Lust ertragen mussten und innerpsychisch ein hohes Destruktionspotential entwickeln mussten, bereitete es den friedvollen Kulturen keinen Genuss, hilflosen Gefangenen Qualen und Schmerzen zuzufügen.

Krieg durch Viehzucht und Karnismus

Im Folgenden wird eine weitere, eigene Hypothese des Verfassers des vorliegenden Textes vorgestellt. Es scheint, dass ein wesentlicher Schub zur Entwicklung einer Kriegs(un)kultur durch die Entstehung von Viehzüchter-Gesellschaften zu vermuten ist. Hatten die Menschen zuvor noch kein lineares Zeitempfinden und nur einen rudimentären Kalender, so veränderte der Kalender und das lineare Zeitbewusstsein in Verbindung mit der Viehzucht die Einstellung zur Frau. Zuvor war die Frau hoch verehrt als Schöpferin neuen Lebens. Der Zusammenhang zwischen Begattung und Geburt nach neun Monaten war nicht bekannt. Durch Kalender und Viehzucht änderte sich dies. Die Viehzüchter machten die Beobachtung, dass erst das Decken der weiblichen Herdentiere nach einer gewissen Zeitspanne zur Geburt von Nachwuchs führte. Diese Erkenntnis übertrugen sie durch Analogiebildung auf die menschlichen Fortpflanzungsumstände. Die Viehzüchter erkannten: Ohne Begattung der Frau und ohne männlichen Samen, neun Monate später keine Geburt!

Dieser biologische Erkenntnisfortschritt der Viehzüchter-Gesellschaften führt zur Entwertung der Frau und Mutter und zur omnipotenten Aufwertung des männlichen Teils der Gesellschaft. Diese Entwicklung sollte zusammengedacht werden mit der Entstehung von Herzlosigkeit, Rohheit und Skrupellosigkeit beim häufigen Schlachten der Herdentiere und der Haupternährung durch Fleisch. Noch heute gibt es “Beefsteak a la Tartar” in der Speisekarte vieler Restaurants. Berittene Reitervölker aus den Steppen Asiens, der Mongolei und Ungarns platzierten ein Stück Fleisch unter ihre Sättel, um es mürbe zu reiten. Vielleicht macht es auch einen Unterschied, ob Völker sich überwiegend durch Garten- und Landbau-Produkte ernähren oder ob sie täglich rohes oder halb durchgegartes Fleisch verspeisen, bei gleichzeitigem Mangel an vitaminreicher Gemüse- und Früchte-Kost. Zweifellos steckt im Fleisch geballte Protein-Energie. Ein neu kreierter Begriff des Karnismus untersucht die kultur-relative Einstellung zum Fleischverzehr( Vgl. JOY 2012).

Es scheint zunächst ungewohnt, Essgewohnheiten mit Charakterzügen ganzer Völker in Verbindung zu bringen. Interessante Einblicke in die Wirkung verschiedener Konsumgüter am Beispiel der Pflanzen bietet STORL ( Vgl. STORL 2010 ). So hängt das gesellschaftliche und wissenschaftlich-technische Erwachen Europas seit 1500 bis hin zur Epoche der Aufklärung vielleicht mit dem Import und Konsum von Tabak und Kaffee zusammen, Wer weiß, vielleicht hatte die Friedensbewegung der Hippies in den 1968ern ja auch eine Beziehung zur Hanfpflanze, deren Genuss zur Friedlichkeit und Lebensliebe beitragen soll.

Es ist eine weitere, bereits weiter oben beschriebene Hypothese, dass die Entstehung verstärkt kriegerischen Verhaltens unter anderen Faktoren etwas mit den Viehzucht-Kulturen, den Hirtenvölkern zu tun hat. Während es sehr früh noch keine Vorstellung von einem linearen Zeitablauf gab und deshalb die Mütter verehrt wurden, machten die Viehzüchter die Beobachtung, dass nach dem Decken der brünftigen Herdentiere nach berechenbarer Zeit der Nachwuchs geboren wurde. Ohne Decken durch die männlichen Herdentiere kein Nachwuchs. In Analogie zur menschlichen Fortpflanzung wurde nun die Rolle des Mannes bei der Befruchtung der Frau entdeckt und gefeiert. Außerdem wurden die Herdentiere häufig als Nahrungsmittel und als Opfergaben geschlachtet. Schlachten der Tiere, Bluten und Töten wurden alltäglich. Die Frauen bereiteten aus dem Fleisch der Tiere Gerichte. Die Männer töteten häufig. Sie wurden dem Töten von Herdentieren und Menschen gegenüber verroht, abgebrüht, barbarisch. Der Hauptbestandteil der Nahrung wurde Fleisch im Überfluss, zum Teil noch blutig roh. Beefsteak a la Tartar bedeutet, dass ein rohes Fleischstück unter dem Sattel oder unter dem Gesäß mürbe geritten wird. Zudem wurden die Viehzüchter mobil, um immer neue Weidegründe zu finden. Dabei wurden die Männer hervorragende Reiter und Kämpfer, die oft Tausende von Kilometern durchquerten. Durch die geballte Fleischkost waren diese Viehzucht-Völker sehr aggressiv, vital und fruchtbar. Zur Zeit der Völkerwanderung zwischen 300 und 600 n. Chr. in Europa kamen Hunderte, immer neue, andere, unterschiedliche Reiterheere aus der Mongolei, aus Ungarn, aus Asien und überrannten letztendlich sogar das West-Römische Imperium. TAYLOR ( TAYLOR 2009, S. 113) nennt viele dieser Hirtenvölker beim Namen, die Vandalen, Goten, Franken, Hunnen und Awaren usw.. DSCHINGIS KHAN ist ja so ein berühmter Anführer, über den es sogar Pop-Songs bis in die Neuzeit gibt. – Auch China hat seine Große Mauer gegen einfallende Reiterhorden aus der Mongolei errichtet.

Gegenwart zwischen Krieg und Frieden

Die Apokalypse eines drohenden Atomkrieges haben die Menschen Europas vor wenigen Jahrzehnten zu Hunderttausenden zu Protesten gegen die Aufstellung neuer Mittelstreckenraketen in Deutschland mobilisiert und zu massenhaften Demonstrationen für Frieden und Abrüstung geführt. Sicherlich spielt dabei als Auslöser die Angst vor dem atomaren Inferno eine Rolle, aber vielleicht haben die Bemühungen um Friedenserziehung in Elternhaus, Kindergarten und Schule ihren positiven Beitrag zur Entstehung der Friedensbewegung geleistet.

Aus negativer Weltsicht haben die kriegerischen patristischen Kulturen in 6000 Jahren beinahe den gesamten den Erdball erobert. Die um 4.000 vor Chr. infolge von Wüstenbildung und Hungersnöten aus ihrer Heimat in Zentralasien und dem Nahen und Mittleren Osten sowie aus der Sahara geflohenen Völker haben ihr auf Hierarchie und Gewalt basierendes patristisches Wertesystem allüberall den einstmals friedliebenden und altruistischen Naturvölkern aufoktroyiert. Der Herrschaftseinfluss der Indo-Europäer ist daran abzulesen, dass rund die Hälfte der Weltbevölkerung sich indo-europäischer Sprachen bedient. Hinzu kommen semitisch-arabische Völker, Chinesen, Japaner und Koreaner sowie die Turk-Völker und die finnisch-ugurisch sprechenden Völker. Zusammen machen diese ursprünglich aus der SAHARASIA-Region stammenden Völker bereits den größten Teil der Weltbevölkerung aus. In krassem Widerspruch dazu sind die Naturvölker dieser Erde ausgerottet und zurückgedrängt, kulturell überformt worden und bilden nur noch eine permanent schrumpfende Minderheit.

Dämonen und Engel der Evolution

Fünf „innere Dämonen“ skizziert PINKER, die Männer zu Aggression, Destruktion und Sadismus verleiten. Erster Dämon ist die Gewalt als Mittel zum Zweck. Zweites dämonisches Motiv ist das Streben nach Dominanz und Herrschaft über andere. Als weiterer psychischer Dämon muss die Rachsucht und die Blutrache in Betracht gezogen werden. Ein besonders grausamer Dämon reizt Männer zu sadistischen Freuden an den Qualen des Opfers. Schließlich waltet ein dämonischer Wahnsinn, der sich durch religiöse und politische Weltanschauungen zu legitimieren versucht.

Angesichts derart vieler Gründe für den Einsatz von Schwertern, Spießen und Feuerwaffen bis hin zu Atomraketen erscheint es PINKER nur allzu deutlich, dass die Geschichte der Menschheit von Homozid und Genozid begleitet wurde. Forensische Archäologen hätten genügend Pfeilspitzen in Knochen und gespaltene Schädel ausgegraben, um die Ansicht zu widerlegen, dass prähistorische Gesellschaften friedlich gewesen seien. PINKER widerspricht damit anderen Autoren wie MALINOWSKI ( 2011 ), DeMEO (1999 ) und TAYLOR ( 2009 ), die eine friedliche, matristische Urgeschichte der Naturvölker annehmen.

PINKER hat errechnet, dass die Angehörigen nichtstaatlicher Naturvölker mehrere Tausend Jahre vor Christus mit einer Wahrscheinlichkeit von 15 Prozent damit rechnen mussten, einer Gewalttat zu erliegen. Noch die heute existierenden Jäger-und-Sammler-Gesellschaften in Amazonien oder Neuguinea erreichen angeblich ähnliche Raten. Im weltweiten Durchschnitt des 20. Jahrhunderts hingegen sei diese Wahrscheinlichkeit auf einen Wert unter ein Prozent gesunken. Dies sei eine Erfolgsgeschichte der Menschheit hin zu Gewaltlosigkeit, Friedlichkeit und Menschenrechten.

Begonnen habe diese Geschichte mit der Entstehung der ersten Staaten, etwa im Antiken Ägypten oder im präkolumbianischen Amerika. Zwar waren die Azteken in Mexiko auch sehr grausam gewesen. So opferten die Priester dieses Volkes um 1500 n. Chr. immer noch 40 Menschen am Tag, denen sie das zuckende Herz aus der Brust schnitten. Aber allein dadurch, dass nun der aztekische Staat das Gewaltmonopol beanspruchte, gab es weniger Überfälle und Morde. Die Opferquote unter der aztekischen Bevölkerung sank auf fünf Prozent. Im Übrigen gibt es interessante Hypothesen des Schweizer Erfolgsautors van DENEKEN, der den Kult des aztekischen Herzopfers als Cargo-Kult interpretiert: Hochentwickelte Außerirdische hätten in grauer Vorzeit die Erde besucht und Herzoperationen praktiziert, die von den rückständigen Indios auf unverstandene, grausame Weise nachgeahmt wurden.

Dennoch hatte wohl keiner dieser frühen Staaten eine Idee von Menschenrechten, schon gar nicht die vom religiösen Wahnsinn befallenen Königreiche des europäischen Mittelalters. PINKER gibt eine Übersicht, wie bis in die frühe Neuzeit hinein Menschen gefoltert, ausgeweidet, gevierteilt, gepfählt oder verbrannt wurden.

Grausamkeit, Folter und Sadismus

Im Mittelalter wurde das Foltern nicht versteckt, geleugnet oder schöngeredet. Sondern die Folter war eine Form der öffentlichen Bestrafung, die kultiviert und gefeiert wurde ( Vgl. HERRMANN 2004; vgl. FOUCAULT, Überwachen und Strafen, 1977; vgl. TAYLOR 2009).

So kam der fragwürdige Kulturmensch dazu, ein dreifach geschichtetes Lebewesen zu werden.

An der Oberfläche trägt er die künstliche Maske der Selbstbeherrschung, der zwanghaft unechten Höflichkeit und der gemachten Sozialität. Damit verdeckt er die zweite Schicht darunter, das FREUDsche Unbewusste , in dem Sadismus, Habgier, Lüsternheit, Neid, Perversionen aller Art in Schach gehalten sind, ohne jedoch das Geringste an Macht einzubüssen. Diese zweite Schicht ist das Kunstprodukt der sexualverneinenden Kultur und wird bewusst meist nur als gähnende innere Leere und Ödeempfunden. Hinter ihr, der Tiefe, leben und wirken die natürliche Sozialität und Sexualität, die spontane Arbeitsfreude, die Liebesfähigkeit. Diese letzte und dritte Schicht, die den biologischen Kern der menschlichen Struktur darstellt, ist unbewusst und gefürchtet. Sie widerspricht jedem Zug autoritärer Erziehung und Herrschaft. Sie ist gleichzeitig die einzige reale Hoffnung, die der Mensch hat, das gesellschaftliche Elend einmal zu bewältigen.

Alle Diskussionen über die Frage, ob der Mensch gut oder böse, ein soziales oder ein unsoziales Wesen sei, sind philosophische Spielereien. Ob der Mensch ein soziales Wesen oder ein merkwürdig vernunftlos reagierender Protoplasmahaufen ist, hängt davon ab, ob seine biologischen Grundbedürfnisse in Einklang oder in Widerspruch stehen mit den Einrichtungen, die er sich geschaffen hat.“ (REICH 1972, S.175 f.) Auszug aus Orientierungssuche postmoderner Pädagogik

Sex und Spiele

Schamgefühl ist unerwünscht Beine spreizen und das eigene Geschlecht zeigen ist so normal,
wie das Spiel „Mensch ärgere dich nicht“…

… die Du-Schlampe…

Finger in den Po stecken…

Franziska Brychcy, die Kandidatin der Linkspartei für das Berliner Abgeordnetenhaus, hat sich über eine angebliche Unterdrückung kindlicher Sexualität in der Gesellschaft beklagt: „Ich lehne Scham als Konzept grundsätzlich ab. Sie wird Menschen anerzogen, um sich schlecht und schuldig zu fühlen. Doch kein Mensch ist schuldig, weil er nackt ist oder Sexualität ausleben möchte. Die systematische Unterdrückung kindlicher Nacktheit und Sexualität und völlig unnötige Anerziehung von Schamgefühlen ist eine extreme Menschenrechtsverletzung, die den Kindern in unserer Gesellschaft von klein auf angetan wird“, schrieb Brychcy in einer Antwort auf der Internetseite „abgeordneten-check“.

Verunsicherung der Kinder ist erwünscht

Die Trans- und Homosexualisierung in Berliner Grundschulen ist ein neues Projekt. Bereits seit dem Jahr 2006 sind aber Handreichungen zum Thema „Lesbische und schwule Lebensweisen“ in Kraft, die ab der 5. Klasse gelten – und das fächer¬über¬greifend in Biologie, Ethik, Geschichte/Sozialkunde, Deutsch, Englisch und sogar Latein. Infomaterial wird gestellt, Hilfe bei der Vernetzung mit der örtlichen Homoszene angeboten. Vertreter/innen von Lesben- und Schwulen¬projekten sollen eingeladen, Film¬veranstaltungen und Projektwochen an den Schulen veranstaltet werden. Im Unterricht sollen die Kinder einen Orgasmus oder Selbst¬befriedigung pantomimisch darstellen, natürlich vor der ganzen Klasse. Schüler der Sekundarstufe II sollen die Begriffe „Sado-Maso“ und „Darkroom“ schauspielern. In Sketchen geht es um ein „Coming Out“ – beim Abendessen muss der Jugendliche der ganzen Familie seine Homosexualität gestehen. Die Initiatorin Conny Kempe-Schälicke von der Senats¬verwaltung für Wissenschaft, Bildung und Forschung sagt dazu:

Die Kinder sollen mit Absicht ins Grübeln darüber gebracht werden, „wie es ist, wenn man nicht genau weiß, ob man männlich oder weiblich ist. Als Jugendliche können sie sich dann bewusst für eine sexuelle Identität entscheiden, so wie für eine Religion“. Frühkindliche Sexualisierung in der Kita: Kuscheln, Fühlen, Doktorspiele… Dokumentation zur Fachtagung „Frühkindliche Sexualerziehung in der Kita“

Von Irrenhaus

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